Als Einrichtung für Menschen, die in besonderer Weise auf Hilfe im täglichen Leben angewiesen sind und deshalb in unserem Hause betreut und gepflegt werden, stehen wir mit unseren Bewohnern unter dieser biblischen Zusage. Sie trägt unseren Dienst und unser Miteinander. Das zeigt sich in der Motivation unseres Dienstes, im praktischen Handeln und auch in der Seelsorge.
Seelsorge bedeutet, den Bewohnern nicht nur im körperlichen, sondern auch im geistig-seelischen Bereich besonders in Krisensituationen beratend und begleitend zur Seite zu stehen. Dafür engagieren sich neben unserem Diakon viele Pastoren und Ehrenamtliche.
Zur Seelsorge gehört unter anderem, Zuhören und sich Zeit nehmen zu können. Die wesentliche Aufgabe der Seelsorge ist, dass auch trotz größter Hilfebedürftigkeit, Bewohnern die Wahrnehmung ihrer religiösen Bedürfnisse ermöglicht wird, z. B. durch seelsorgerische Einzelbesuche, Teilnahme an Gottesdiensten und Andachten, Krankenmahl, gemeinsames Singen und Beten, Begleitung in der letzen Lebensphase.
Als konfessionelle Einrichtung der Diakonie Wuppertal, sind die wöchentlichen Gottesdienste und die tägliche Andacht in unserem Kirchsaal in der 1. Etage fester Bestandteil des Heimalltags. Die Gottesdienste sind bewusst ökumenisch ausgerichtet. Das heißt, zu jedem Gottesdienst sind alle Bewohner herzlich eingeladen. Durch die Zusammenarbeit mit vielen aktiven oder pensionierten Pastoren aus den unterschiedlichen Gemeinden der Stadt Wuppertal ist die Möglichkeit geboten, dass die Bewohner auch Gottesdienste mit dem Pastor ihrer alten Kirchengemeinde feiern können. Durch einen Aushang wird angekündigt, welcher Pastor an dem jeweiligen Sonntag den Gottesdienst hält. Für katholische Bewohner findet 3x jährlich ein katholischer Gottesdienst statt. Angehörigen anderer Religionen und Konfessionen wird auf Wunsch gerne ein externer seelsorgerischer Beistand vermittelt.
Bewohner, die krankheits- oder altersbedingt an ihr Zimmer gebunden sind, bzw. durch eine Demenz in ihrer Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt sind, können das Angebot des Kleinen Gottesdienstes nutzen. Dieser findet wöchentlich auf den Wohnbereichen statt und versucht über Sinneseindrücke den christlichen Glauben in der unmittelbaren Wohnumgebung erfahrbar zu machen.
In der letzten Lebensphase gehört es zur Aufgabe der Seelsorge die Betroffenen zu begleiten und zu unterstützen. Gerne folgen wir dem Wunsch des Bewohners oder seiner Angehörigen mit dem vertrauten Gemeindeseelsorger während des Heimaufenthaltes oder auch in der letzten Lebensphase Kontakt zu halten.
Tod und Sterben sind stets ein Bestandteil des Alltags in einer Pflegeeinrichtung. Bei uns lebende Menschen und ihre Angehörigen müssen sehr häufig mit dem Abbau ihrer körperlichen und geistigen Kräfte umgehen lernen und mit der Tatsache, dass das Leben endlich ist, bzw. der Tod als Abschluss des Lebens mit dazugehört. Um hier eine gute Begleitung unserer Bewohner leisten zu können, sowohl im Prozess des Sterbens, als auch in der Trauerarbeit, betreuen, neben dem Sozialdiakonischen Dienst und den Pflegenden, ehrenamtliche Helfer des Hospizvereins "Die Pusteblume" langfristig oder in der akuten Sterbephase die Bewohner. Die Sterbephase oder die Abschiedsfeier können auf Wunsch im großzügig eingerichteten Abschiedsraum oder auf dem Wohnbereich stattfinden.